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Sonnenenergie für die Nacht

Hm-pv GmbH beteiligt sich an deutsch-französischem Forschungsprojekt

Solarstrom speichern, um zeitlich vom Sonnenschein unabhängig zu werden, ist das Ziel des deutsch-französischen Forschungsprojekts Sol-ion. Die hm-pv GmbH, Spezialist für Photovoltaikanlagen aus Pemfling in der Nähe von Cham, hat sich mit der Installation von zwei Anlagen daran beteiligt. 

Die Speicheranlagen wurden in Wohnhäusern in Zandt und Grafenkirchen eingebaut. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Solarpanelen auf dem Dach installierten die Mitarbeiter der hm-pv eine spezielle Lithium-Ionen-Batterie im Keller, die den erzeugten Strom speichert. „Das System macht die Sonnenenergie dann nutzbar, wenn sie gebraucht wird, unabhängig davon, ob die Sonne scheint“, sagt Herbert Mauerer, Geschäftsführer der hm-pv GmbH. Auch das Einspeisen von Strom, den der Haushalt nicht selbst benötigt, ins allgemeine Netz der Energieversorgungsunternehmen wird so flexibler. Bislang müssen die Unternehmen den Strom sofort nach der Produktion abnehmen. Ist die Stromnachfrage zu diesem Zeitpunkt gering, kann das die Netze überlasten. Mit dem Speichersystem können die Unternehmen den in den Haushalten produzierten Strom als stille Reserve für Spitzenzeiten nutzen.

 

„Erste Anlagen mit Batterietechnik sind bereits auf dem Markt“, sagt Mauerer. Allerdings stecke die Technik noch in den Kinderschuhen. Mit Hilfe von Sol-ion soll sich das nun ändern. Sol-ion ist das europaweit größte Projekt für die Umwandlung und Speicherung von Energie aus Photovoltaik. Partner des von der EU geförderten Forschungsprojekts sind unter anderem die Firmen Saft, Voltwerk, Tenesol und E.ON sowie das Fraunhofer Institut. Gemeinsam haben sie ein Speichersystem mit Lithium-Ionen-Batterien entwickelt, das in Serie produziert werden kann. Seit Mitte 2010 läuft die Erprobungsphase mit insgesamt 75 Anlagen in Deutschland und Frankreich. „Ein Erfolg von Sol-ion wird die Rolle der Solarenergie im Energiemix erheblich stärken“, ist Mauerer überzeugt. „Wir sind sehr froh, dass wir daran mitwirken dürfen.“