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RE/MAX bestätigt Markt-Prognosen des Vorjahres

Maklerbüro stellt fünften Immobilien-Marktbericht für Regensburg und Umland vor / Die Marktnormalisierung bei Eigentumswohnungen setzt sich fort

Bereits das fünfte Mal in Folge veröffentlicht das Maklerunternehmen RE/MAX seinen jährlichen Regensburger Immobilien Marktbericht. Für hochwertige Wohnungen kommt demzufolge bei Kauf wie Miete langsam ein Preislimit in Sicht. Einfamilienhäuser bleiben in Stadt und Umland absolute Mangelware. Recht unwahrscheinlich erscheint aus Sicht der Experten eine Blasenbildung, also ein plötzlicher Preissturz aufgrund eines überhitzten Immobilienmarkts. Der Ex-Wirtschaftsweise Prof. Dr. Wolfgang Wiegard aus Sinzing hält in der aktuellen Lage selbstgenutzten Wohnraum für ein attraktives Investment.

„Besonders bei gebrauchten Eigentumswohnungen lässt sich die wahre Markttendenz ablesen“, sagt RE/MAX-Geschäftsführer Michael Müllner. Die sind 2015 im Schnitt für 3.200 Euro pro Quadratmeter gehandelt worden, ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Dynamik schwächt sich deutlich ab. Im Vorjahr wurden sie noch um sieben Prozent teurer, in den beiden Jahren davor jeweils rund zwölf Prozent. Das Limit kommt in Sicht, „so, wie wir das letztes Jahr im Marktbericht bereits prognostiziert hatten“, sagt Müllner. Die Quadratmeterpreise von Neubau-Eigentumswohnungen stiegen um rund fünf Prozent auf 4.000 Euro. Doch schlägt sich hier weniger die Nachfragesituation als vielmehr die Baukosten nieder. Die gesetzlich weiter verschärften Energiestandards verteuern die Herstellung zusätzlich.


Die Mieten laufen den Kaufpreisen weiter deutlich hinterher, auch das ein Anzeichen einer Marktnormalisierung. Stiegen die Kaufpreise seit 2007 um rund zwei Drittel, so legten die Mieten im selben Zeitraum nur um rund ein Drittel zu. Die monatliche Kaltmiete für Neubauwohnungen betrug 2015 im Schnitt 10,70 Euro pro Quadratmeter, für gebrauchte Immobilien 9,20 Euro.


Wie leergefegt bleibt der Markt bei Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern sowohl in der Stadt wie in den Stadtrandgemeinden. Die Preise sind 2015 um rund 16 Prozent gestiegen nach rund zehn Prozent im Vorjahr. Die Stadtbevölkerung wächst derzeit um rund 2.000 Personen pro Jahr. Junge Familien folgen dem Ruf der hochqualifizierten Arbeitsplätze am Standort. Viele träumen vom eigenen Haus. Doch kommen Stadt und Umlandgemeinden mit der Ausweisung von Bauland nicht nach.


„Deutschlandweit kann nach allen gängigen Kriterien nicht von der Gefahr einer Immobilienblase gesprochen werden“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Wiegard, ehemaliger Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Regensburg, im Marktbericht-Interview. Zehn Jahre lang gehörte Wiegard den fünf Wirtschaftsweisen an, einem Sachverständigenrat, der die Bundesregierung berät. In boomenden Städten wie Regensburg sieht er allerdings Überhitzungserscheinungen mit einer Überbewertung von zehn bis 20 Prozent. Dieser Einschätzung kann RE/MAX weitgehend folgen. „Weil die Marktnormalisierung ja in Teilbereichen bereits eingesetzt hat, Nachfrage und Angebot im Laufe der nächsten Jahre wohl langsam ins Gleichgewicht kommen werden, sind Preiskorrekturen möglich“, sagt Dr. Werner Gross, Geschäftsführer von RE/MAX in Regensburg. Allerdings organisch, ohne einen plötzlichen Preissturz.


Gefragt, wie er aktuell eine größere Geldsumme anlegen würde, rät Wolfgang Wiegard zu selbstgenutztem Wohneigentum. Die geringen Zinsen für Immobilienkredite führen aus Sicht des Professors dazu, dass die Kapitalkosten selbstgenutzter Immobilien niedriger liegen als die vermieteter Objekte.


Der 5. Regensburger Immobilien-Marktbericht erscheint am Samstag, 2. Juli. Mit einer Auflage von rund 100.000 Heften wird er in der Region breit gestreut und liegt unter anderem der Mittelbayerischen Zeitung sowie dem IHK-Magazin „Wirtschaft konkret“ bei. Weitere Exemplare gibt es kostenlos im RE/MAX-Büro, Telefon 09 41/30 77 00.


Weitere Informationen:
www.remax-regensburg.de
Den Marktbericht zum Download finden Sie hier.