Regensburg Arcaden

Regensburg Arcaden setzen sich für Förder-Berufsschüler ein

Drei Klassen der St.-Marien-Berufsschule aus Schwandorf erkundeten das Einkaufszentrum und bekamen Tipps zu Berufen im Einzelhandel

Schüler der St.-Marien-Berufsschule aus Schwandorf haben sich in den Regensburg Arcaden über Berufe im Einzelhandel informiert. Wichtige Tipps für das richtige Verhalten im Bewerbungsgespräch gab ihnen dabei Margit Gotzler, Ausbildungsleiterin des Schreibwaren-Herstellers Schwan-Stabilo aus Heroldsberg bei Nürnberg. „Mit dem Infotag schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagte Center Manager Mirko Fröhlich. „Wir unterstützen junge Leute, die es beim Start ins Berufsleben etwas schwerer haben. Und wir helfen gleichzeitig unseren Mietern, geeignete Ausbildungsbewerber zu finden.“

Die St.-Marien-Schule ist eine sonderpädagogische Berufsschule, die junge Leute mit Lernschwierigkeiten unter anderem im Rahmen eines Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) auf den regulären Arbeitsmarkt vorbereitet. Als einzige Schule bayernweit beschult sie zudem Fachpraktiker Verkauf. Entsprechend reicht der Einzugsbereich weit über die Oberpfalz hinaus bis nach Oberfranken, Ober- und Niederbayern. Wohnen können die Jugendlichen im Schülerwohnheim des Hauses des Guten Hirten, zu dem die Schule gehört. Die 14 Schülerinnen und Schüler aus zwei 10. und einer 11. Klasse, die in den Regensburg Arcaden zu Besuch waren, sollen im BVJ beste Voraussetzungen für eine Ausbildung im Einzelhandel mit auf den Weg bekommen.

Christina Irrgang, Marketing Managerin des Einkaufszentrums, führte die Schüler nicht nur durchs Haus. Sie informierte auch darüber, wie zukunftssicher ein Beruf im Einzelhandel ist. Obwohl der Onlinehandel wachse, geben die Deutschen das weitaus meiste Geld nach wie vor im Geschäft aus, so Irrgang mit Verweis auf aktuelle Statistiken. „Wer Spaß hat, mit Menschen umzugehen, der findet im Handel einen guten Job“, sagte die Marketing Managerin.

Margit Gotzler besprach mit den Schülern ausführlich deren Erfahrungen in Berufspraktika und deren Wünsche und Vorstellungen rund um den Berufsalltag. Sie gab den jungen Leuten auch eine ganze Reihe Tipps, wie sie sich am besten in Vorstellungsgesprächen verhalten sollen. „Ehrlichkeit und Offenheit sind wichtig. Wer gerne am Computer zockt, der soll das ruhig als Hobby angeben“, sagte Gotzler zur großen Überraschung der Schüler. „Immer mehr wird digitalisiert, da helfen Computerkenntnisse“, erläuterte die Ausbildungsleiterin. „Wer Online-Spiele im Team spielt, erwirbt außerdem soziale Fähigkeiten.“

Die beiden Lehrerinnen, Marion Zenefels-Trötsch und Sigrid Markgraf-Rank, waren dankbar über Gotzlers Erläuterungen zum Verhalten im Vorstellungsgespräch. „Den Kaugummi raus, Tattoos und Piercings abdecken, ordentliche Schuhe anziehen – es ist ja nicht so, dass die Schüler das bei uns nicht lernen würden“, sagte Zenefels-Trötsch. Wenn sie es aber von jemand Externem wie Ausbildungsleiterin Gotzler hörten, dann sei der Lerneffekt deutlich größer. Stolz ist die Lehrerin, dass viele Schüler aus dem BVJ heraus tatsächlich einen Job finden. „Schüler von uns haben schon Ausbildungsverträge mit REWE- und EDEKA-Märkten oder auch dem Modekaufhaus Frey in Cham abgeschlossen.“


Weitere Infos: www.regensburg-arcaden.de