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Nachhaltigkeit macht das Welterbe Regensburg noch attraktiver

3. Teil der Videokampagne „Regensburg neu erl(i)eben“

Barrierefrei ins Document Reichstag, mit einem körperlichen Handicap öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder Gaststätten auf den Kauf regionaler Produkte überprüfen – Stadtmarketing Regensburg hat eine Detektivin engagiert, um Indizien für Nachhaltigkeit in Regensburg zu finden. „Sie war sehr erfolgreich“, freut sich Daniela Wiese von der Regensburg Tourismus GmbH. In vier Videos sind die Ergebnisse zusammengefasst, die in den nächsten Wochen im Rahmen der Kampagne „Regensburg neu erl(i)eben“ über die digitalen Medien verbreitet werden. Seit Frühjahr 2021 läuft die Kampagne, die sich nach „Kultur und Veranstaltungen“ sowie „Sport und Freizeit“ mit der Nachhaltigkeit in der Welterbestadt beschäftigt. „Insgesamt hat die Kampagne bisher weit über 300.000 Menschen erreicht“, zitiert Michael Quast aus der Auswertung der Klick-Rate von Facebook und Instagram.

Undine Schneider sorgt als Detektivin für Neugierde auf den Straßen der Stadt. Im Sherlock-Holms-Kostüm samt der obligatorischen Lupe eilt die Schauspielerin durch die Stadt, um zu überprüfen, was denn so alles an Nachhaltigkeit zu finden ist. Krücken und eine Beinschiene sorgen vorübergehend für ein Handicap. „Wir haben viele positive Beispiele in Regensburg gefunden“, ist ihr erstes Resümee. Busse, die für behinderte Menschen problemlos zu benutzen sind, und barrierefreie Hotels, sogar mit rollstuhlgerechten Zimmern. Während der Zugang zum Welterbe Zentrum im Salzstadel als wichtiger Informationsspot keine Hürden aufweist, sorgt das Erklimmen der steilen Treppe zum Reichssaal, einem Teil des Documents Reichstag im Alten Rathaus, für Fragezeichen. „Eine freundliche Mitarbeiterin in der Tourist-Info hatte eine Lösung parat - mit dem neuen Aufzug auf der Westseite des Alten Rathauses kann man direkt ins Mittelalter fahren“, hat Undine Schneider herausgefunden.

Regionaler Einkauf und Fair Trade

Ökologische Kriterien sind ein weiterer wichtiger Punkt im Auftrag an die Detektivin. Folgt die Gastronomie dem Appell von Stadt und RTG, auf die hochwertigen Produkte in Stadt und Region zurückzugreifen? Wo die Transportwege kurz und die Gehälter der Belegschaften angemessen sind? „Ja, es gibt sie zuhauf“, findet die Detektivin Undine problemlos heraus. Und wie schaut es mit Fair Trade aus? „Viele Läden in der Stadt führen Produkte mit dem Label, das bessere Preise für Kleinbauernfamilien sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern garantiert.“ Die Detektivin hat alles sorgfältig geprüft.

Neues Zentrum für Energie- und Umweltbildung

Und was hat die Stadt zu den Themen Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz zu bieten? Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer weist die Detektivin auf die vielfältigen Aktivitäten der Stadt hin, unter anderem auf die Gründung der Energieagentur Regensburg 2009. Bürgermeister Ludwig Artinger, als der zuständige Referent für Umwelt, ist per Rad, wohlgemerkt, zum Rubina geeilt, um eine ganz neue und wichtige Einrichtung vorzustellen. Sie ist im Keller des „Hauses für Energie- und Umweltbildung“ untergebracht und heißt „Energie-Bildungszentrum um:welt“. Ludwig Friedl, Geschäftsführer der Energieagentur Regensburg, betreibt mit seinem Team das Informationszentrum, „wo sich jeder über Klima- und Umweltschutz informieren kann und erfährt, was jeder persönlich dafür leisten kann“.

Verantwortung für die Zukunft

„Mit der Kampagne Regensburg neu erl(i)eben haben wir ein Format gefunden, um vielen Menschen aus nah und fern Regensburg noch näher zu bringen.“ Michael Quast weiß, dass die meisten Besucherinnen und Besucher das reichhaltige Angebot an Kunst und Kultur schätzen. Und das Ambiente der mittelalterlichen Altstadt mit ihren Geschäften und Kneipen quasi als Dreingabe mitnehmen und sehr positiv reagieren, wenn sie auf Hinweise für Nachhaltigkeit stoßen. „Gerade jetzt, wo die Leute wieder Lust haben, rauszugehen und etwas zu erleben, wollen wir mit der Kampagne auch auf die Verantwortung unserer Stadt für die Zukunft hinweisen“.

Die vier Videos werden in den nächsten Wochen in allen Social-Media-Kanälen gespielt. Die Teams von Stadtmarketing und Regensburg Tourismus GmbH sorgen dafür, dass nicht nur mehr Gäste nach Regensburg kommen, sondern vor allem der Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanke mehr Aufmerksamkeit findet.

Die Kampagnen-Videos sowie die Interviews und Statements werden über die Websites www.einkaufen-regensburg.de, regensburg-nachhaltig.de und tourismus.regensburg.de sowie die Social Media Kanäle des Stadtmarketings und der RTG in die Welt gestreut – weiterleiten und liken sehr erwünscht. Das Kampagnen-Konzept stammt von der Regensburger Agentur faust | omonsky kommunikation, die Video-Umsetzung von Kukuluru Media aus Regenstauf.