R-KOM

Macht der Computer die Künstler überflüssig?

Die 9. Ausgabe von #digit-R fragt am 6. Oktober um 19 Uhr, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die bildene Kunst hat.

Der Kunst-Automat „Mimimat“ erschafft virtuelle Portraitbilder, die mit den Betrachtern interagieren. Angetrieben wird der Automat von künstlicher Intelligenz, ganz ohne Zutun eines Menschen. Der Mimimat steht stellvertretend für den Einzug künstlicher Intelligenz in kreative Prozesse. Die Besucher können ihn bei der neunten Auflage der Veranstaltungsreihe #digit-R – Konsequenzen der digitalen Welt am Mittwoch, den 6. Oktober, um 19 Uhr im Degginger live ausprobieren. Der Abend nimmt die Digitalisierung der Kunst in den Blick und fragt: Macht der Computer die Künstler überflüssig?

Der Künstler Nico Kiese hat den Mimimaten mit Unterstützung des Diplom-Informatiker Bernhard Slawik geschaffen. Kiese hat dafür einen Münzspielautomaten aus den 1980er Jahren umgebaut, und mit Bildschirm, Kamera und Computer ausgestattet. Kiese ist bei #digit-R vor Ort und wird sein Objekt vorführen.

Auf der Bühne eröffnet Prof. Dr. Bernhard Dotzler, Medienwissenschaftler von der Uni Regensburg, die Veranstaltung mit einem Überblick, wie moderne Medien und digitale Technologien die Kunst seit dem 20. Jahrhundert beeinflusst haben. Dotzler wird in seinem Vortrag zahlreiche Beispiele zeigen.

Die Münchner Kuratorin Dr. Cornelia Oßwald-Hoffmann berichtet vom Einfluss künstlicher Intelligenz auf den Schaffens- und Kreativprozess der bildenden Kunst. Sie hat sich intensiv in das Thema eingearbeitet und war zuletzt als leitende Kuratorin an der Ausstellung „Götzendämmerung: Kunst und KI als ästhetischer Diskurs“ des Künstlerverbunds im Haus der Kunst, München, beteiligt.

Das preisgekrönte Regensburger Künstlerkollektiv Pomodoro Bolzano mit Max D. Well, Chris Wittkowsky und Johannes Riedmann beschäftigt sich seit den frühen 1990er Jahren mit Medienkunst. In einem teilweise virtuellen Vortrag berichten die drei aus ihrer aktuellen Arbeit und stellen das Avatar-Orchester „Metaverse“ vor, das sie mitgegründet haben. Für die Aufführungen von Metaverse vernetzen sich Musikerinnen und Musiker über Kontinente hinweg im virtuellen Raum.

Moderiert von Christian Omonsky, faust | omonsky kommunikation, vertiefen die Beteiligten als Abschluss verschiedene Aspekte des Abends. Das Publikum kann sich, wie immer bei #digit-R, mit seinen Fragen einbringen und den Mimimaten live vor Ort im Degginger ausprobieren.

Nach aktuellem Stand ist die Publikumszahl im Degginger, Wahlenstraße 17, auf rund 40 Personen beschränkt. Wer live vor Ort teilnehmen möchte, muss sich verbindlich unter www.digit-r.de anmelden. Der Eintritt ist frei. Zugang haben nach den aktuell gültigen Corona-Regeln nur nachweislich geimpfte, genesene oder von einer offiziellen Stelle frisch getestete Personen. Ein offizieller Nachweis ist mitzuführen.

Alternativ wird die Veranstaltung ohne Anmeldung unter www.digit-r.dams-fahrner.de als Livestream im Netz übertragen.


Weitere Information: www.digit-r.de