Regensburg Arcaden

Aktion Back on Bike senkt Unfall- und Opferzahlen bei älteren Motorradfahrern

Abschlussveranstaltung in den Regensburg Arcaden

Das Polizeipräsidium Oberpfalz wertet die Motorrad-Sicherheitsaktion Back on Bike als großen Erfolg. Am Samstag waren die Regensburg Arcaden Gastgeber der Abschlussveranstaltung. Die Polizei vermeldete dabei eine positive Entwicklung bei den Zahlen der Motorradunfälle, vor allem bei den Neu- und Wiedereinsteigern über 45 Jahre. An diese Gruppe war Back on Bike gerichtet. „Als Regensburg Arcaden unterstützen wir gerne alle Initiativen, die sich für mehr Verkehrssicherheit stark machen“, betonte Christina Irrgang, Marketing Managerin der Regensburg Arcaden.

Polizeivizepräsident Thomas Schöniger zeigte sich zufrieden, dass, Stand Oktober, die Zahl bei Unfällen in der Oberpfalz getöteter Motorradfahrer von 2018 auf 2019 von 14 auf vier abgenommen hat. In der angesprochenen Zielgruppe 45+ sei sie von sechs auf zwei gefallen. Auch die Zahlen der Unfallbeteiligten und der Schwerverletzten hätten deutlich abgenommen. Notwendig geworden sei die Aktion Back on Bike, weil in den Jahren 2011 bis 2018 die Unfall- und die Opferzahlen stark gestiegen seien. „Ganz besonders bei den älteren Neu- und Wiedereinsteigern“, so Schöniger.

Der Präsident des bayerischen Polizeiverwaltungsamts, Timo Payer, ordnete die Oberpfälzer Zahlen ins bayerische Gesamtgeschehen ein. Bei zwei Drittel der Unfälle mit Motorrädern sei der Fahrer der Verursacher, „bei Fahrern 45+ sogar zu 80 Prozent“, sagte Payer.

Um gegenzusteuern, hat die Polizei zusammen mit den Partnern ADAC, Verkehrswacht und Audi Accident Research Unit (AARU), der Unfallforschung des Ingolstädter Autoherstellers, mit Back on Bike auf die Information und Aufklärung der Motorradfahrer gesetzt. „Unser Maxime ist Prävention vor Repression“, betonte Schöniger.

Mit zahlreichen Infoveranstaltungen in der ganzen Oberpfalz sind die Partner in der Motorradsaison 2019 auf die älteren Biker zugegangen. Josef Argauer, stellvertretender Bezirksvorsitzender der Verkehrswacht, bedankte sich ausdrücklich bei den Ortsverkehrswachten in Amberg, Cham, Neumarkt und Weiden, die sich dabei ehrenamtlich eingebracht haben.

Wichtig für ihre Sicherheit ist laut Schöniger, dass die Wiedereinsteiger keine zu leistungsstarke oder zu schwere Maschine wählen, die richtige Schutzkleidung tragen und prüfen, ob sie körperlich und geistig fit sind. Für alle Verkehrsteilnehmer, besonders aber für Motorradfahrer, sollte aus Sicht der Polizei regelmäßig ein Fahrsicherheitstraining Pflicht sein. Markus Köbe, Unfallforscher der AARU, sagte, dass Sicherheitstrainings nachweislich zwei Jahre lang positive Effekte zeigen.

Kerstin Koch, Betriebsleiterin des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Rosenhof bei Regensburg, beobachtet, dass die Wiedereinsteiger seit Jahren verstärkt Trainings nachfragen. „Ziel des Trainings ist, erst gar nicht in eine Notsituation zu kommen“, so Koch.

Begleitet war Back on Bike von einem Gewinnspiel. Gutscheine für Fahrsicherheitstrainings von ADAC und Verkehrswacht bekamen in den Regensburg Arcaden Linda Mosner aus Beratzhausen, Thomas Dolles aus Nabburg, Thomas Duscher aus Regensburg und George Tillmann jr. aus Hemau.

Mit Ständen auf dem südlichen Vorplatz informierten die Partner den ganzen Tag lang die Besucher der Regensburg Arcaden über Sicherheit im Straßenverkehr.


Weitere Infos: www.regensburg-arcaden.de