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ILE Donau-Isar mobilisiert regionale Fördermittel

Im Rahmen des Regionalbudgets werden voraussichtlich 13 Projekte unterstützt / Einsatz für mehr regionale Lebensmittel geht weiter

Die ILE Donau-Isar hat sich erfolgreich um den bayerischen Fördertopf Regionalbudget beworben. Damit fließen rund 90.000 Euro aus dem bayerischen Landwirtschaftsministerium in kleinere Projekte der ILE-Kommunen Aholming, Deggendorf, Moos, Otzing, Plattling und Stephansposching. Auf einer Beteiligtenversammlung Ende Juli haben die ILE-Vorsitzende, Stephansposchings Bürgermeisterin Jutta Staudinger, und ihre Kollegen außerdem beschlossen, das Bewusstsein für regionale Lebensmittel weiter zu fördern.

Das Regionalbudget ist ein neues Förderinstrument für kommunale Kooperationen der integrierten ländlichen Entwicklung (ILE). Jede ILE kann bis zu 100.000 Euro ausschütten. 90 Prozent davon kommen über das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern vom Freistaat, zehn Prozent steuern die Mitgliedskommunen der ILE bei. Auf einen öffentlichen Aufruf hin wurden 13 Projekte eingereicht, die meisten von Vereinen, einige von den Mitgliedskommunen und eins von der ILE selbst. Die Palette reicht dabei von der Anschaffung technischer Ausrüstung über ökologische Maßnahmen bis hin zu Infrastrukturverbesserungen im öffentlichen Raum. Die ILE Donau-Isar selbst will mit den Mitteln des Regionalbudgets eine mobile Akustikanlage für Menschen mit Hörgeräten anschaffen. „Die Mitgliedskommunen können diese Anlage dann zum Beispiel für Bürger- oder Vereinsversammlungen ausleihen“, so Staudinger. Bereits bis Mitte September müssen alle Projekte fertiggestellt und abgerechnet sein. Der knappe Zeitplan stellt für die Projektträger gerade im Corona-Jahr eine Herausforderung dar. Über alle erfolgreich abgeschlossenen Projekte wird die ILE im Herbst berichten. Für 2021 plant der Verbund, erneut Mittel aus dem Regionalbudget zu beantragen.

Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit hat die ILE Donau-Isar auf regionale Lebensmittel gesetzt. Tausende Besucher strömten letzten Herbst zum 1. Genussmarkt Donau-Isar nach Aholming. Dort konnten sie sich über Anbau und Produktion vom Acker bis zum Tisch informieren, probieren und auch gleich einkaufen. Nachdem solche Großveranstaltungen unter Corona-Bedingungen absehbar nicht möglich sind, möchte die ILE das Thema landwirtschaftliche Erzeugung und gesunde, nachhaltige Ernährung auf andere Weise im Bewusstsein der Bürger halten. Im Herbst wollen Staudinger und ihre Kollegen bei einer Tour durchs ILE-Gebiet Erzeuger, Verarbeiter und Händler besuchen, um sich über das Angebot und die Herausforderungen zu informieren. Im Herbst oder Winter soll der Dialog bei einem überregionalen Fachforum fortgesetzt werden, zu dem die ILE verschiedene Akteure an einen Tisch bringen möchte. „Wir wollen dabei diskutieren, wie es gelingen kann, mehr unserer guten regionalen Produkte auf die Tische unserer Bürger zu bringen“, sagte Staudinger. Einbezogen werden dabei der Bezirk und das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, die gerade eine Genuss- und Werteregion aufbauen. Die Runde der Bürgermeister hofft darauf, dass ihr Engagement dabei eine Leuchtturmfunktion für den ganzen Regierungsbezirk hat.

Für Haus- und Grundstückseigentümer wird die ILE Donau-Isar eine Förderfibel bereitstellen. Auf der Internetseite sollen die Besucher künftig eine Übersicht finden, welche Förder- und Unterstützungsprogramme es gibt. Ziel ist, Gebäude- und Grundstücksleerstände zu vermeiden, weil Eigentümer Sanierungen, Umbauten oder neue Nutzungen scheuen. „Es gibt eine ganze Reihe von staatlichen und weiteren Förderangeboten, die bares Geld wert sind“, sagte Staudinger. Es sei jedoch oft nicht ganz so einfach, das für den eigenen Fall passende Programm zu finden. Die ILE möchte den Bürger der Region mit der Förderfibel als erste Orientierung bei der Suche Beratung und Unterstützung bieten. Plattlings Bürgermeister Hans Schmalhofer betonte, wie wichtig die Verzahnung kommunaler und privater Investitionen sei. So habe zum Beispiel die Straßensanierung in der Landauer Straße in Plattling Impulse gesetzt, dass private Eigentümer im Umfeld ihre Gebäude saniert haben. In Ortsteilen und kleineren Kommunen eröffnet außerdem die Dorferneuerung neue Perspektiven.


Weiter Infos: www.ile-donau-isar.de